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Fachhochschule Salzburg – Urstein

Fachhochschule Salzburg – Urstein

Die langgestreckten, abgestuften Baukörper ergeben sich aus den topographischen Gegebenheiten des Grundstücks. Die bauplastische Gliederung entspricht der Nutzungsverteilung. Die mehrgeschossigen windgeschützten Atrien sind als allgemein zugängliche Aufenthaltsbereiche konzipiert und öffnen das Gebäude zur umliegenden Landschaft.

Ähnlich den Quadern der Collegs in Oxford wird durch die umschließenden Korridore und öffentliche Nutzungen im Erdgeschoß ein universitäres Ambiente vermittelt. Die Unterbrechung des im Westen situierten Baukörpers bis auf Erdgeschoßniveau ermöglicht ein fließen der Landschaft durch den Hof, und stellt zusätzlich eine Sicht- und fußläufige Verbindung zum Landschaftspark dar. Ein großzügig angelegter Hof dient als Pausenbereich und "Hortus Conclusus", als räumlich definierte Freiflächen für Café und Restaurantbetrieb. Der längsgerichtete Baukörper des Studentenheimes bildet durch seine Lage den Lärmschutz für den FH Bereich, und mit den westlich gelegenen Baukörpern der Fachhochschule einen campusartigen Freiraum zwischen den Gebäuden. Die Ausknickung des linearen Baukörpers reagiert auf den Eingang der Fachhochschule.

Die Fachhochschule ist als gläserne transparente Hülle geplant, als bewußter Gegegensatz zur Weitläufigkeit und natürlicher Vielfalt seiner Umgebung. Die lineare Entwicklung der zwei parallelen Trakte der Fachhochschlule wird durch eine starke bauplastische Gliederung und Staffelung differenziert, welche zugleich die umliegende Berglandschaft interpretiert. Die allgemeine Nutzung im Erdgeschoß und die fachspezifischen Nutzungen in den Obergeschoßen werden durch das Fassadenkonzept nach außen repräsentiert.

Der Erschließungsbereich des Studentenheimes bildet eine transluzente Schallschutz-Mauer zur Bahntrasse und zeigt sich von innen als transluzenter Korridor mit punktuellen Blickbezügen nach Osten. Den Einheiten ist nach Westen eine verglaste öffenbare Loggia vorgelagert. Die Sockelzone der Studenten-Wohnriegel ist aufgeständert und beherbergt Eingang, Gemeinschaftsräume, Stiegenhäuser und Fahrradabstellplätze sowie Ver- und Entsorgungräume. Der Eingang des Studentenheimes ist mittig des länglichen Baukörpers situiert und kommuniziert unmittelbar mit dem Hauptzugang der Fachhochschule. Zusätzlich ist die kurzläufige Verbindung zur Bahnhaltestelle und den Parkplätzen gegeben.

Daten

Wettbewerb mit beschränkter Teilnehmerzahl 2002, Ankauf

Bauherr:

Heimat Österreich Gemeinnützige Wohn- und Siedlungsges.m.b.H.

Team:

Josef Habeler
Anton Kirchweger